Design Thinking ist eine Innovationskultur, die auf drei wesentlichen Grundpfeilern basiert: interdisziplinäre Arbeiten, bedürfnisorientiertes Vorgehen und der Design-Thinking-Prozess.
1. Interdisziplinäres Arbeiten
Design Thinking ist ein kollaborativer Ansatz, für den interdisziplinäres Arbeiten eine entscheidende Rolle spielt. Verschiedene Denkansätze und Fachkenntnisse können über ihre gemeinsame Vielfalt einen 360-Grad-Blick auf ein Problem entwickeln. Das sorgt für ein differenziertes Problemverständnis, vielfältigere Ideen und überraschende Lösungen. Heterogene Erfahrungshintergründe sind im Design Thinking keine Hürden, sondern produktives Element eines intensiven Arbeitsprozesses.
2. Bedürfnisorientiertes Vorgehen
Das Trilemma eines jeden Innovators besteht darin die Faktoren Wirtschaftlichkeit, technische Umsetzbarkeit und die Konsumentenbedürfnisse erfolgreich zu verbinden. In den letzten Jahrzehnten standen vor allem die Faktoren Wirtschaftlichkeit und technische Machbarkeit im Fokus von Innovationsbemühungen. Wirklich nachhaltig sind Lösungen aber nur dann, wenn Sie ein konkretes Bedürfnis des Nutzers befriedigen können. Deshalb stehen beim Design Thinking die Bedürfnisse des Nutzers oder des Konsumenten an erster Stelle.
3. Der Design-Thinking-Prozess

Design Thinking ist ein interativer, induktiver und flexibler Prozess, der in sechs Stufen unterteilt ist. Ausgehend von einem bestimmten Problem werden in den Phasen Verstehen, Beobachten und Synthese in einer sehr breiten Recherche Informationen gewonnen, Bedürfnisse aufgespürt und in einem Framework verdichtet.
Aufbauend auf dieser Synthese generieren die Teilnehmer in der zweiten Prozesshälfte verschiedene Lösungsideen, die in Prototypen realisiert und am Nutzer getestet werden, um Stärken und Schwachstellen aufzudecken. Nur der Test gibt wirklich Aufschluss darüber, ob eine Idee funktioniert.
Zwischen den einzelnen Phasen des Prozesses werden interative Schleifen gedreht und einzelne Phasen wiederholt, um das Ergebnise weiter zu verbessern. Am Ende eines jeden Projektes steht dann ein verfeinerter Prototyp, der auf die Nutzerbedürfnisse optimiert ist.